PRESSE

Croissant Club #3
Was steckt wirklich in deinem Unternehmen?

TL;DR: Am 10. April haben wir beim Croissant Club #3 im weXelerate rund 50 Menschen aus unterschiedlichsten Branchen zusammengebracht. Das Thema: Ressourcen im Unternehmen neu denken. Drei Workshops, eine Fireside-Chat-Runde und ein Tisch aus Restmaterialien haben gezeigt: Die größten ungenutzten Potenziale liegen oft direkt vor uns. Wir übersehen sie nur.

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VON

Elena struber

AM

  1. . April 2026

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Manchmal braucht es einen Raum, eine andere Perspektive, guten Kaffee und Croissants, damit eine Frage aufgeht, die eigentlich schon lange da war.

Genau das wollten wir mit dem Croissant Club schaffen. Ein Format ohne Bühne, ohne Keynote-Stars. Stattdessen: echte Menschen, echte Fragen, echte Gespräche. Beim dritten Event am 10. April im weXelerate war die zentrale Frage: Welche Ressourcen liegen in deinem Unternehmen brach, ohne dass du es weißt?

Rund 50 Personen aus völlig verschiedenen Branchen sind gekommen. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung ins Programm von Bertram haben sich alle auf drei Workshops aufgeteilt. Drei Spots im weXelerate, drei Perspektiven auf dasselbe Thema. Und danach ein Fireside-Chat, der zeigte, wie es in der Praxis funktionieren kann.

So war's. Hier der Recap.

Croissant Club weXelerate Wien

Warum sehen wir so oft nicht, was in unseren Unternehmen steckt?

Ressourcen werden übersehen, weil wir in Strukturen arbeiten, die einfach gewachsen sind. Wir machen Dinge so, weil sie immer so gemacht wurden. Der erste Schritt ist nicht eine neue Strategie, sondern ein einziger Moment des Innehaltens: Hier liegt etwas. Das könnten wir anders denken.

Beim Croissant Club #3 wollten wir genau diesen Moment des Erkennens gezielt auslösen. Nicht durch Vorträge, sondern durch Fragen. Durch Impulse, die die eigene Wahrnehmung verschieben.

Das ist auch die Geschichte hinter Yuniti selbst. Wir haben mit dem Gedanken gestartet, Materialien aus Großprojekten weiterzudenken. Daraus ist Re.yu entstanden, unser Produkt aus Furnierabfällen. Dinge, die nicht mehr gebraucht wurden oder einfach übersehen wurden. Daraus etwas Neues gestalten. Dieser Gedanke hat sich über die Jahre mitgezogen und lässt sich in unseren Produkten wiederfinden.

Durch einige Gespräche mit unserem Managing Director der List Holding im letzten Jahr haben wir dann gemeinsam entdeckt, wie viele Möglichkeiten in den Restmaterialien unserer eigenen Unternehmensgruppe stecken. Es brauchte nur jemanden, der genau hinschaut, drüber spricht und neue Impulse gibt.

Genau diesen Raum wollten wir auch für andere öffnen. Also haben wir drei Workshops initiiert, die je einen anderen Winkel auf diese Frage nehmen.

Workshop 1
Sabine Tritthart: Der Mensch als Ressource

Sabine ist Leadership-Trainerin. Ihr Workshop hatte einen klaren Fokus: Welche Ressourcen stecken in dir selbst? Und wie kannst du sie in deinem Arbeitsalltag sichtbar machen und nutzen?

Das klingt nach klassischem Coaching. Aber der Twist war die Rahmung. Im Kontext eines Events über Ressourcen in Unternehmen bekommt die Frage eine neue Tiefe. Denn die wertvollsten ungenutzten Ressourcen in vielen Unternehmen sind nicht Materialien oder Prozesse. Es sind Menschen und deren Fähigkeiten, die nie richtig sichtbar wurden.

Sabine hat die Gruppe zum Reflektieren gebracht: Was kann ich? Was bringe ich mit? Und was davon nutze ich eigentlich nicht? Viele Antworten haben überrascht, auch die eigene.

Das ist der Kern des Yuniti Co-Design-Ansatzes: Nicht von außen bestimmen, was jemand braucht. Zuerst zuhören, was schon da ist.

Croissant Club weXelerate Wien

Workshop 2
Moritz Pichler-Knaus: Kreislaufwirtschaft gemeinsam erarbeiten

Moritz, von der Firma Saubermacher, hat seinen Workshop bewusst interaktiv gestaltet. Kein Vortrag. Ein gemeinsames Erarbeiten.

Ausgangspunkt: Was bedeutet Kreislaufwirtschaft wirklich? Nicht als Begriff, sondern als Praxis. Wie setze ich mich mit Produktzyklen auseinander? Was heißt es, alle Materialien wirklich zu verwenden? Und was muss dafür hinterfragt werden?

Die Gruppe hat das gemeinsam durchgearbeitet. Welche Materialien kommen in euren Unternehmen vor? Wo verschwinden sie? Und was wäre, wenn sie nicht verschwinden würden?

Der Workshop hat gezeigt: Kreislaufwirtschaft beginnt nicht mit Technik oder Infrastruktur. Es beginnt mit dem Bewusstsein, dass es einen Kreislauf geben könnte. Das ist der erste Schritt. Und er braucht genau diese Art von Gespräch.

Croissant Club weXelerate Wien

Workshop 3
Marc Schuran: Wie entsteht der Wert eines Produkts wirklich?

Marc von checkpointmedia hat einen philosophischen Ansatz gewählt und der Gruppe gezielte Denkanstöße gegeben. Die zentrale Frage: Wie erfahre ich den Wert eines Produkts wirklich? Woher kommt das Produkt? Wie wird daraus ein fertiges Objekt? Und was passiert damit, wenn der Nutzen endet?

Das klingt im ersten Moment vielleicht abstrakt. Aber Marc hat die Gruppe dazu gebracht, genau das zu hinterfragen. Was weiß ich eigentlich über die Produkte, mit denen ich jeden Tag arbeite? Und was würde ich anders entscheiden, wenn ich mehr darüber wüsste?

Diese Art von Bewusstsein ist die Grundlage für alles andere. Solange wir nicht wissen, wo Dinge herkommen und wohin sie gehen, können wir keine echten Entscheidungen über ihren Einsatz treffen.

Das verbindet alle drei Workshops: Es geht nicht ums Wissen. Es geht ums Sehen. Ums Hinterfragen. Ums Bereit-sein, Dinge anders zu denken.

Croissant Club weXelerate Wien

Lisa Maria & Yuniti: So entsteht ein Tisch aus Restmaterial

Nach den Workshops gab es eine längere Networking-Session. Croissants, Jause, Gespräche. Und mitten darin: ein Tisch.

Lisa Maria ist Masterstudentin an der New Design University und wir von Bertram betreut. Für das Projekt stammtisch.xyz hat sie gemeinsam mit Yuniti einen Tisch aus Restmaterialien gestaltet, built by Yuniti. Material, das sonst einfach weg wäre. Von Anfang an war der Designprozess Teil des Projekts: Yuniti hat Gestaltung und Handwerk mitgedacht, weil der Tisch zeigen soll, was in unserem eigenen Material steckt. Kein Konzept auf Papier, sondern ein Objekt, das man anfassen kann.

Der Tisch war kein Ausstellungsstück auf einem Podest. Er stand einfach da. Menschen haben sich daran gestellt, geredet, ihn angegriffen. Und genau das war der Punkt. Das beste Argument für Trash to Treasure ist kein Argument. Es ist ein Objekt, das zeigt, was möglich ist.

Lisa Maria hat mit Handwerk und Aufmerksamkeit gearbeitet. Das Ergebnis ist schön. Nicht weil Schönheit das Ziel war, sondern weil ehrliche Arbeit mit gutem Material oft schön endet.

Mehr zu unserem Ansatz mit Restmaterialien findest du auf der Trash to Treasure Seite.

Croissant Club weXelerate Wienz

Die Fireside-Chat: Wie sieht Reuse in der Praxis aus?

Reuse in Unternehmen beginnt nicht mit einem Projekt oder einer Initiative. Es beginnt mit einem Gespräch, einer neuen Perspektive auf das, was schon da ist. Genau das hat die Fireside-Chat-Runde zwischen Yuniti, der List Holding und Designcircle gezeigt.

Im Mittelpunkt: Wie bringt man den Reuse-Gedanken wirklich in Unternehmen? Nicht als Projekt, nicht als Initiative mit Logo, sondern als echte Praxis?

Die Antworten kamen aus eigener Erfahrung. Wir haben erzählt, wie bei uns dieser Prozess ausgesehen hat. Wie aus einem Gespräch plötzlich eine völlig neue Perspektive auf Materialien entstand, die wir schon längst hatten. Wie der erste Schritt immer derselbe ist: hinschauen. Und fragen: Warum ist das eigentlich so?

Designcircle hat die Designer-Perspektive eingebracht. Wie arbeitet man mit Material, das nicht nach Standard kommt? Wie erklärt man Kunden, dass etwas aus Resten bestehen kann und gerade deshalb besonders ist?

Die Antwort, die alle geteilt haben: Du erklärst es nicht. Du zeigst es.

Croissant Club weXelerate Wien

Was bleibt vom Croissant Club #3?

50 Menschen haben an einem Vormittag gemeinsam etwas verschoben. Nicht die Welt, aber den eigenen Blickwinkel. Das ist genug.

Vielleicht gibt es beim nächsten Meeting einen Impuls, Dinge anders zu betrachten. Materialien, Prozesse, Ressourcen: Was liegt da eigentlich herum, das wir nie hinterfragt haben? Was wäre, wenn wir genau das tun?

Das ist die Idee hinter dem Croissant Club. Keine Antworten liefern, sondern Fragen aufmachen. Und zeigen, dass andere diese Fragen auch stellen. Dass man damit nicht allein ist.

Wir hatten schon erste Rückmeldungen nach dem Event und das zeigt uns: Die Konversation geht weiter. Das freut uns.

Der nächste Croissant Club kommt. Wenn du dabei sein möchtest oder einfach wissen willst, was wir bei Yuniti aus Restmaterialien machen, melde dich gerne bei uns.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist der Croissant Club?

Worum ging es beim Croissant Club #3 konkret?

Was hat Yuniti mit Restmaterialien zu tun?

Was ist stammtisch.xyz?

Wie kann ich beim nächsten Croissant Club dabei sein?

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Yuniti Team