USE CASE
Produktionsreste neu gedacht: Echtholzoberfläche Re.yu von Yuniti
TL;DR: Re.yu ist unser Echtholzfurnier aus hochwertigen Resten unserer Produktion und unserer Projekte. Statt im Container zu landen, werden diese Furnierblätter zu neuen Oberflächen weitergedacht: für Büromöbel, Raummodule und besondere Einrichtungsprojekte. Jedes Re.yu-Stück ist ein Unikat mit einer eigenen Geschichte.

VON
Elena struber
AM
29. Juni 2026
In jeder Produktion entstehen Reste. Holzstücke, die zu klein für den nächsten Auftrag sind, Furnierblätter, die nach einem Projekt übrig bleiben. Die Frage ist: Was passiert danach?
Im Normalfall lautet die Antwort: Weg damit. Für uns nicht.
Aus diesen Resten ist Re.yu entstanden. Eine Oberfläche, die zeigt, was möglich ist, wenn man Material nicht nach seiner einen Verwendung bewertet, sondern nach seinem Potenzial. Das Ergebnis ist ein Furnier, das nicht aus dem Katalog kommt, sondern aus dem eigenen Produktzyklus.
Was ist Re.yu?
Re.yu ist unser nachhaltiges Echtholzfurnier, das aus Resten hochwertiger Furnierblätterabfälle hergestellt wird. Diese Reste stammen aus der laufenden Produktion unserer Unternehmensgruppe. Das ist Material, das sonst für hochwertige Innenraumgestaltung und Veredelung eingesetzt wird.
Der Name sagt es schon: Re steht für Wiederverwertung, yu für Yuniti oder auch für den re-use. Re.yu ist kein Recycling im klassischen Sinne, sondern ein aufgewertetes, neues Produkt. Für uns war es eine bewusste Entscheidung, zu schauen, wo besonders viele Reste anfallen, und was kann daraus entstehen. Es war ein Schritt gutes Material, das nach der einfachen Verwendung nicht mehr brauchbar ist, weiterzudenken, aufzuwerten, statt es wegzuwerfen und die Wertschöpfung hier enden zu lassen .
Das Ergebnis sind Oberflächen mit echtem Holzcharakter. Ungewöhnliche, einzigartige Maserung und Zusammensetzung, natürliche Struktur, haptische Qualität. Genau das, was auch Echtholz ausmacht. Nur anders.
Woher kommt das Material?
Bei Yuniti und in der zugehörigen Unternehmensgruppe fallen im Laufe von Projekten und in der Produktion regelmäßig Furnierblätter an, die für ihren ursprünglichen Zweck zu klein sind, abgebrochen sind und einfach Verschnitt, der ganz normal anfällt. Zu schade zum Wegwerfen, zu wertvoll für den Container.
Genau hier setzt Re.yu an. Diese Blätter werden gesammelt, sortiert und neu zusammengestellt. Nach Holzart, nach Helligkeit, nach Maserungsbild. Helle Töne, gemischte Kombinationen, dunkle Akzente. Bereits bei der Sortierung werden Designentscheidungen getroffen.
Daraus entstehen neue Furnierbilder mit unterschiedlichen Hölzern als Basis. Keine zwei sind gleich.

Warum sieht kein Re.yu wie das andere aus?
Re.yu ist ein Unikat, weil die Materialzusammensetzung jedes Mal anders ist. Jedes Furnierblatt hat eine eigene Maserung, eine eigene Farbnuance. Jeder Rest fällt in anderen Mengen an. Wenn diese Blätter neu zusammengesetzt werden, entsteht ein Bild, das kein anderes Stück wiederholen kann. Genau das ist es, was wir an Re.yu lieben.
Bei standardisierten Oberflächen wird dieser Charakter bewusst herausgezüchtet: gleichmäßige Farbe, gleichmäßige Struktur, gleichmäßige Optik. Das hat seine Berechtigung. Re.yu geht einen anderen Weg. Die einzelnen Furnierstreifen fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen, das selbst wie eine Holzmaserung wirkt: Linien, die fließen, Kontraste, die Tiefe erzeugen. Der Kontrast kann gesteuert werden, je nachdem, welche Furnierreste miteinander kombiniert werden. Als würde das Holz seine eigene Struktur noch einmal neu zeigen wollen.

Re.yu in der Praxis: Wo die Oberfläche eingesetzt wird
Re.yu ist fester Bestandteil der Yuniti-Produktwelt.
Die Yu.box und der Yu.spot zeigen Re.yu im Büroalltag: als Oberfläche für modulare Raummodule, die Rückzugsorte und fokussiertes Arbeiten ermöglichen. Der Yu.hocker bringt denselben Materialcharakter in kleinere Möbelstücke.
Re.yu findet sich aber auch außerhalb von Büroprojekten. Markus ist von Anfang an ein Fan von Re.yu gewesen. Als er seinen Bus ausgebaut hat, war schnell klar, welches Material er für Sideboard, Küchenoberfläche und Tisch verwenden wollte. Was ihn an Re.yu überzeugt: die Längsstreifen, die im Design an Holzmaserung erinnern, und dabei echtes Holz sind. Keine Imitation, sondern das Original. Ihm gefällt aber nicht nur das Design, sondern auch die Geschichte dahinter: wie aus Resten etwas Neues entsteht. Als begeisterter Hobbybastler hat er die Oberfläche selbst angebracht. Und es hat funktioniert.
Das neuste Beispiel kommt aus einer anderen Richtung. Es zeigt, wie wir Re.yu in individuelle Projekte einbinden können.

Elias, Re.yu und sein Meisterstück
Elias hat bei einem Unternehmen der Yuniti-Gruppe gearbeitet und dabei Re.yu von Anfang an kennengelernt. Als er seine Meisterprüfung als Tischler vorbereitete, wusste er, welches Material er für das Herzstück seines Prüfungsstücks haben wollte.
Er kam auf uns zu und fragte, ob er Re.yu für seinen Waschtisch verwenden darf. Natürlich haben wir ja gesagt.
Was folgte, war ein echter Entwicklungsprozess. Elias brachte sein Modell mit, zeigte Renderings und Skizzen. Gemeinsam wählten wir die passenden Furnierblätter. Er wollte die Fronten des Waschtisches damit furnieren: das sichtbare Highlight des gesamten Stücks.

Das Ergebnis: ein Waschtisch mit selbst gegossenem Betonbecken, handgefertigten Verbindungen aus Esche und Re.yu-Fronten, die den Blick auf sich ziehen. Selbst die Laden tragen eine Einlage aus Lederresten, ebenfalls weitergedacht statt weggeworfen. Drei Monate Arbeit, jedes Detail von Hand.
Elias bringt seine Philosophie selbst auf den Punkt: Weg von Massenproduktion, hin zu Möbeln, die ein Leben lang halten. Vom Baumstamm bis zum fertigen Möbel alles mitdenken. Re.yu passt da genau hinein.
Was uns an dieser Geschichte besonders freut: Re.yu wurde hier nicht im Büro eingesetzt, sondern im Badezimmer. Ein Zeichen dafür, dass die Oberfläche weit über den ursprünglichen Anwendungsbereich hinaus funktioniert.

Was Re.yu für dein Unternehmen bedeutet
Re.yu ist eine Oberfläche. Aber es ist auch eine Aussage.
Unternehmen, die heute nachhaltig denken, stehen vor einer konkreten Frage: Wie zeigen wir das nach innen und nach außen? Zertifikate helfen. Berichte auch. Aber eine Einrichtung, die buchstäblich aus weitergedachtem Material besteht, erzählt diese Geschichte von selbst. Es zeigt, leise, durch Design und Einrichtungsentscheidungen, wie das Unternehmen sich und seine Werte nach außen zeigen möchte.
Jeder Besuch im Büro, jede Besprechung im Rückzugsraum, jeder Blick auf die Oberfläche ist ein stiller Hinweis auf eine Haltung. Ressourcen nicht verschwenden. Material weiterleben lassen. Qualität vor Menge.
Das gilt für B2B-Projekte, wo Unternehmen ihre Arbeitswelt nachhaltig gestalten wollen, genauso wie für individuelle Projekte im privaten oder handwerklichen Bereich, wie Elias gezeigt hat.
Wer mehr darüber erfahren möchte, wie Yuniti Arbeitswelten gestaltet, findet auf der Consulting-Seite einen Einstieg in den Co-Design-Prozess.
Aus alt wird neu: Re.yu als Teil von Trash to Treasure
Re.yu ist kein Einzelprojekt. Es ist Teil einer größeren Idee, die wir bei Yuniti Trash to Treasure nennen.
Die Grundfrage dahinter: Was passiert mit dem Material, das in der Produktion übrig bleibt? Holzreste, Lederreste, Metallteile, Furnierblätter. All diese Dinge haben und halten Wert. All das verdient eine zweite Chance, bevor es entsorgt wird.
Re.yu ist das konkreteste Beispiel dafür. Aus Furnierresten wird ein neues Furnier. Aus einem Rest wird ein Highlight. Und aus einer Frage, was mit dem Material passiert, wird eine Oberfläche, die man anfassen möchte.
Das Kindertisch-Projekt, das wir in einem früheren Blogpost beschrieben haben, folgt derselben Logik: Holzreste aus der Unternehmensgruppe werden zu einem neuen Produkt. Jedes dieser Projekte ist ein Beweis dafür, dass Kreislaufdenken kein Konzept bleiben muss, sondern konkret wird.
Fazit: Material, das weiterlebt
Re.yu zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt sein muss. Es sind einfache Entscheidungen, Prozesse zu hinterfragen und zu überdenken. Der einfache Weg ist, Reste wegzuwerfen. Viele tun das seit Jahren so. Aber es kann so viele neue Wege öffnen und impulse bringen, diese Reste neu zu denken. Es braucht genau diese Entscheidungen innerhalb eines Unternehmens, gutes Material nicht wegzuwerfen, sondern ab heute weiterzudenken.
Bei Re.yu ist das Ergebnis eine Oberfläche mit Charakter. Eine Oberfläche, die eine Geschichte hat. Und mit jeder Veredelung eine Einrichtung, die zeigt, dass gute Ideen manchmal mit dem anfangen, was schon da ist.
Du möchtest Re.yu in deinem Projekt oder deiner Arbeitswelt einsetzen? Melde dich gern bei uns und wir schauen gemeinsam, was möglich ist.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Was ist Re.yu?
Ist Re.yu wirklich nachhaltiger als normales Furnier?
Warum ist jedes Re.yu-Stück ein Unikat?
Bei welchen Yuniti-Produkten ist Re.yu erhältlich?
Kann man Re.yu auch für eigene Projekte außerhalb von Yuniti-Produkten anfragen?
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