USE CASE

Room-in-Room-Lösungen für Produktionshallen: Warum Rückzugsorte auch in die Werkshalle gehören

TL;DR: Room-in-Room-Lösungen, Calling Booths oder kleine Meetingräume, sind kein reines Büro-Thema. Am Beispiel der Produktion des List General Contractors (List GC) in Bad Erlach zeigen wir, wie zwei Yunit XS, zwei Calling Booths, mitten in der Produktion Rückzugsorte für Telefonate, Meetings und Intranet-Zugang schaffen, inklusive einer adaptierten Unterkonstruktion für die Reinigung. Denn List GC stattet Hochsee-Superyachten aus und bewegt sich damit im Luxussegment, wo in der Produktion höchste Sauberkeitsstandards gelten. Der Beitrag erklärt, warum Werkshallen genauso Rückzugsräume brauchen wie Büros.

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VON

Elena struber

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29. Juni 2026

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Maschinenlärm. Hintergrundgeräusche, die zum Alltag gehören. Ein ständiges Treiben. Und mittendrin: kein einziger Ort für ein privates Telefonat oder ein kurzes Online-Meeting.

Genau das ist die Realität in vielen Produktionshallen. Room-in-Room-Lösungen wie Calling Booths oder Microrooms kennt man meistens nur aus dem Büro: als ruhiger Rückzugsort in Open Spaces oder Coworking Spaces. Doch diese Logik endet nicht an der Bürotür.

Wir bei Yuniti haben genau das ausprobiert: Zwei Yunit XS, mitten in einer Produktion. Das Ergebnis zeigt, dass Rückzugsorte gerade dort am dringendsten gebraucht werden, wo bisher kaum jemand daran gedacht hat, sie hinzustellen. In diesem Beitrag erfährst du, warum Produktionsmitarbeitende genauso Rückzugsorte brauchen wie Büro-Teams, wie eine Room-in-Room-Lösung in einer Werkshalle technisch funktioniert und was das für Employer Branding und die Wirtschaftlichkeit in produzierenden Unternehmen bedeutet.

Warum brauchen auch Produktionsmitarbeitende Rückzugsorte?

Produktionsmitarbeitende brauchen Rückzugsorte, weil Lärm und ständige Reize Konzentration und Gesundheit belasten, genau wie im Büro. Anders als im Büro gibt es dafür aber oft keinen passenden Platz: Pausenraum oder Kantine bieten zwar eine Pause vom Lärm, aber keine Privatsphäre für ein Telefonat oder ein spontanes Online-Meeting.

Der Gesetzgeber nimmt das Thema ernst. Laut österreichischer Verordnung Lärm und Vibrationen (VOLV) müssen Arbeitgeber:innen bereits ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) Maßnahmen wie Information und Gehörschutz bereitstellen, ab 85 dB(A) sind weitergehende Schutzmaßnahmen verpflichtend. Und die Wirkung von Lärmschutz reicht weiter als reiner Gehörschutz: Laut einem Fokusbericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin führt Lärm am Arbeitsplatz zu einer höheren Fehlerquote und geringerer Konzentration, was die Arbeitsleistung mindert und betriebswirtschaftliche Kosten verursacht.

Auch New-Work-Expert:innen sehen hier Nachholbedarf. Prof. Gunther Olesch, langjähriger HR-Geschäftsführer bei Phoenix Contact, bringt es in einem Interview mit Great Place to Work auf den Punkt: Zu New Work in der Produktion gehören Rückzugsräume, in denen man in Ruhe telefonieren oder sich ohne Lärm besprechen kann, genau wie im Angestelltenbereich. Fehlen sie, entsteht schnell das Gefühl zweier Welten im selben Unternehmen: hier die Angestellten mit viel Freiheit, dort die Produktionsmitarbeitenden ohne eigenen Rückzugsort.

Room-in-Room-Lösungen sind mehr als ein Büro-Thema

Eine Room-in-Room-Lösung ist eine eigenständige, meist mobile Raumeinheit innerhalb eines größeren Raums, zum Beispiel eine Telefonbox oder ein kleiner Meetingbooth. Sie schafft akustische und visuelle Privatsphäre, ohne dass ein Unternehmen bauliche Wände einziehen muss.

Der Markt für solche Lösungen wächst spürbar. Allein der globale Markt für smarte Meeting-Pods lag 2025 bei rund 541,8 Millionen US-Dollar, mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 9,8 Prozent bis 2035. Beim Markt für Phone-Booth-Pods liegt das erwartete Wachstum sogar bei 14,2 Prozent pro Jahr. Die meisten dieser Lösungen sind aber für Büros gedacht: helle Farben, Teppichboden, leise Lüfter im Hintergrund.

Wir denken das anders. Bei Yuniti verkaufen wir keine Möbelstücke, sondern räumliche Lösungen, die sich an der tatsächlichen Arbeitsweise von Menschen orientieren, egal ob am Schreibtisch oder an der Werkbank. Unsere Yunit XS sind von Grund auf so gebaut, dass sie sich an unterschiedlichste Umgebungen anpassen lassen, auch an eine Produktionshalle.

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Yunit XS in der Praxis: Rückzugsorte mitten in der Produktion von List GC

Am Standort Bad Erlach steht der Beweis, dass diese Idee funktioniert. List GC, der List General Contractor, ist Teil unserer Unternehmensgruppe und weit mehr als ein Tischlereibetrieb: Auf rund 6.650 m² Produktionsfläche entstehen dort Innenausstattungen für Hochsee-Superyachten, von der Lederverarbeitung über Tischlerei und Tapezierei bis zur Lackiererei. Genau dort hat List GC zwei Yunit XS direkt in der laufenden Produktion aufgestellt. Keine sterile Bürofläche, sondern eine klassische Werkshalle mit Maschinen, Hintergrundgeräuschen und ständigem Treiben. Zuvor standen bereits ein Yunit XS und ein Yunit S in den Büroflächen von List GC.

Die Yunits sind unübersehbar gestaltet: "Gehört. Gesehen. Verbunden. Ein Raum. Eine Gruppe." steht auf der Beklebung, direkt sichtbar für alle, die vorbeigehen. Das ist kein Zufall. Die Botschaft zeigt allen Mitarbeitenden, dass dieser Ort für sie da ist, unabhängig davon, ob sie am Schreibtisch oder an der Maschine arbeiten.

Für uns war das schnell eine wichtige Erkenntnis: Es war naheliegend, Yunits bei den Büroflächen zu installieren, aber warum sollten wir dort aufhören? Diese Lösung ist eine Antwort auf die Bedingungen vor Ort, und diese Antwort ist genauso klar, wenn es um Produktionsflächen geht.

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Wie funktioniert eine Room-in-Room-Lösung technisch in einer Werkshalle?

Wie eine Room-in-Room-Lösung technisch angepasst werden muss, hängt immer von den Vorschriften und Spezialbedingungen vor Ort ab. Am Beispiel der Produktion in Bad Erlach brauchte es eine angepasste Unterkonstruktion, denn dort herrschen klare Sauberkeitsrichtlinien: Auch unter der Kabine muss gereinigt werden können. Ohne diese Lösung würde sich Schmutz unter der Kabine sammeln, oder der Boden ließe sich nur reinigen, indem man die ganze Kabine versetzt, was auf Dauer ein zu hoher Aufwand wäre.

Deshalb hat unser eigenes Produktionsteam für die Yunit XS in Bad Erlach eine spezielle Unterkonstruktion entwickelt. So bleibt der Boden unter den Kabinen jederzeit zugänglich und reinigbar. Höchste Sauberkeit ist in der Produktion nicht verhandelbar, das gilt für die Werkshalle genauso wie für die Rückzugsorte darin.

Den Boden der Kabine selbst mussten wir dagegen nicht anpassen: Weil in dieser Produktion bereits hohe Sauberkeit herrscht, reicht der bestehende, gut putzbare Boden aus. In einer stärker verschmutzten Produktionsumgebung wäre es umgekehrt: Dort bräuchte die Yunit vielleicht einen anderen, leichter zu reinigenden Bodenbelag, aber nicht zwingend eine andere Unterkonstruktion.

Das zeigt, dass Produktionsumgebungen eigene Anpassungen brauchen und keine 1:1-Kopie dessen, was im Büro funktioniert.

Van verwendung von Re.yu
Van verwendung von Re.yu

Welchen Mehrwert bieten Rückzugsorte für Produktionsmitarbeitende?

Rückzugsorte geben Produktionsmitarbeitenden einen eigenen Platz für private Telefonate, ruhige Gespräche und spontane Online-Meetings, und im Fall von List GC einen Zugang zum Intranet, mitten in der Halle statt am Rand davon.

Ein weiterer, oft übersehener Punkt: der Zugang zum Firmen-Intranet. In vielen Produktionsumgebungen ist das sonst schwer möglich, weil es schlicht keinen Computerarbeitsplatz für Produktionsmitarbeitende gibt. In den Yunit XS in Bad Erlach ist der Zugang zu List NET, dem Intranet der Unternehmensgruppe, direkt eingebaut.

Was im Büro längst selbstverständlich ist, ein ruhiger Ort für Fokus und private Momente, bekommen so auch Mitarbeitende in der Produktion. Nicht als Ausnahme, sondern als fester Bestandteil ihres Arbeitsalltags.

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Was bedeutet das für Employer Branding und Mitarbeiterbindung in der Produktion?

Employer Branding gewinnt schon lange für produzierende Unternehmen an Bedeutung, weil der Wettbewerb um Fachkräfte auch in der Industrie längst angekommen ist. Trotzdem zielen viele Employer-Branding-Maßnahmen an Produktionsmitarbeitenden vorbei, obwohl gerade hier der Bedarf besonders groß ist.

Ein sichtbares Zeichen wie ein eigener Rückzugsort in der Halle wirkt hier stärker als jede Imagekampagne. Es zeigt Mitarbeitenden direkt vor Ort, dass ihre Arbeitsrealität mitgedacht wird. Das zahlt auf unser Yuniti Workstyle-Modell ein: Räume, die sich an echten Arbeitsweisen orientieren, stärken Zugehörigkeit und Bindung, ganz gleich, in welchem Bereich des Unternehmens jemand arbeitet.

Raum als Produkt: Unser Ansatz für Produktionsumgebungen

Der Fall List GC zeigt eine einfache Erkenntnis: Rückzugsorte gehören überall dort hin, wo Menschen arbeiten und Ruhe brauchen, nicht nur ins Büro. Werkshallen, Tischlereien, Produktionsbetriebe aller Art profitieren von der gleichen Logik.

Bei Yuniti entwickeln wir jede Lösung im Co-Design mit dem jeweiligen Unternehmen, damit sie zur echten Arbeitsumgebung passt statt zu einem generischen Standardraum. Wenn du wissen willst, wie eine Room-in-Room-Lösung in deiner Produktionsumgebung aussehen könnte, sprechen wir gern mit dir in einer Co-Design-Beratung darüber.

Fazit

Room-in-Room-Lösungen werden meistens als reines Büro-Thema gedacht. Der Fall List GC in Bad Erlach zeigt, dass sie genauso in Produktionshallen gehören, dort, wo Maschinenlärm und ständiges Treiben den Alltag prägen. Mit einer adaptierten Unterkonstruktion für die Reinigung und direktem Intranet-Zugang haben wir gezeigt, dass sich unsere Lösung an die echten Bedingungen einer Werkshalle anpassen lässt, statt umgekehrt.

Wenn auch deine Produktionsmitarbeitenden einen Rückzugsort verdienen, lass uns gemeinsam eine Lösung entwickeln, die zu deiner Halle passt.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

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